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Redaktionelle Kommentare
Kommentare sind immer ein klitzeklein wenig kritisch. Drum haben wir sie ins gleiche Bett mit den 'Kritischen Gedanken' geschickt. Aber Kommentieren ist eine hochgefährliche Sache. Nur schon die Selektion von Daten und Informationen, auch ohne sie im geringsten zu interpretieren oder gar zu bewerten, allein die Anordnung von Resultatlisten oder das Fettdrucken eines Siegerpaars ist tief getränkt von Subjektivität, ja die Fragen, mit denen sich Neurophysiologen, Quantenphysiker, Psychologen und Philosophen seit hundert Jahren herumbalgen, ob nicht jeder Wahrnehmungsakt ein völlig subjektives Geschehen sei, ob es mithin so etwas wie Faktizität, Objektivität, Wirklichkeit überhaupt gebe ausserhalb von menschengemachten Systemen, Spielen, Modellen, Theorien und Ordnungen, stellt sich auch für den umhegten Endverbraucher all dessen, was als Information über ihn hereinflutet. Umso schützenswerter ist gerade der schollen- und bollennahe User einer lieblichen Vereins-Heimseite, die doch Vertrauen einflössen sollte in die unangefochtene und nicht von einzelmenschlichen Meinungen verunreinigte Tatsächlichkeit. Zumindest in die Nähe der Gültigkeit von Koransuren für Muslime sollten wir es doch schaffen mit Ausschreibungen, unbearbeiteten Resultatlisten und der Weiterleitung der Worte der Hohepriester der Grossverbände wie der FEI, des SVPS und unser aller Disziplinleitung. Solange der Super-GAU nicht eintritt und dies Olympier sich widersprechen, werden wir euch frohgemut ihre Botschaften übermitteln. Kommentare und auch die ach so subjektiv eingefärbten Fotos werden wir immer mehr auslagern in die geistigen Slums weitab dieser idyllischen Vereinspostille. Sollten Sie wider Erwarten also doch dereinst den schändlichen Drang nach Kommentaren in sich übermächtig werden spüren, so tun Sie, was Sie nicht lassen können - und lesen Sie vorab diese letzte Warnung HIER.
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