Zum Abschied von Flor du Loup aus dem grossen Sport,
16.1.2002
Wer deckt den Grund mit grossen Sätzen
So zuverlässig, stark und treu
Lässt sich - dem Uhrwerk gleich - nicht hetzen
Packt an, kennt weder Angst noch Scheu
Kein Hindernis ist ihm zu mächtig,
Kein Grabensprung ist ihm zu weit
Und was er springt, das springt er prächtig,
Mit grossem Schwung und Leichtigkeit.
Was ist die Kraft, die ihn beflügelt,
Die ihn so unerschrocken macht? -
- Es ist die Liebe, ungezügelt
Von allen rundum dargebracht.
Hü's unerschütterlicher Glaube
Und Weidmann'sche Beharrlichkeit
Liess reifen diese frucht'ge Traube
Hat Flors Talente erst befreit.
Der Kern davon: Aus Stärke dienen
- Nicht weil man selbst nicht weiss was tun,
Nicht schwächlich aus Bedarf nach Schienen -
Dies braucht ein tiefes In-sich-Ruhn.
Der Abschied, den wir feiern heute,
Betrifft allein den grossen Sport.
Alles, mit dem er uns erfreute,
Lebt stets in unsren Herzen fort.
Ein Pferd voll Würde und Vertrauen
Die er auch jetzt im Alter wahrt,
Umschwärmt noch heut von jungen Frauen,
Bleibt ihm der Rentnerschock erspart.
Drum lasst uns nun das Glas erheben
Paul, Doris, Aita, tretet vor!
Auf Lupos grandioses Leben
Stosst alle an: Es lebe Flor!
(Christoph Meier)