Die erst vor kurzem gegründete Stiftung Kreativität und Innovation Pferdeszene Schweiz hat heute im Beisein der Preisgekrönten ihre ersten Förderungs-Awards verliehen. Wir waren doppelt dabei.
1.4.10/cam. Preisträger in der Kategorie SCHRÄG ist der bekannte Pferdehändler E.A. aus der Romandie. Er wurde ausgezeichnet für eine zukunftsträchtige Marktidee, potenzielle Kunden, mit denen er nicht zu einem Abschluss kam, derart zu beschimpfen, dass sich dies in Windeseile in der ganzen Szene herumsprach. Viele Interessenten getrauten sich in der Folge nicht mehr, ein vorgestelltes Pferd nicht zu kaufen, da sie den Jähzorn des Händlers fürchteten. Der Schweizerische Schlachterverband soll den erfolgreichen Händler bereits für einen Ausbildungs-Workshop verpflichtet haben. Der Geehrte dämpfte generös die in ihn gesetzten Erwartungen und gab zu Bedenken, dass ihm sein Naturell natürlich sehr entgegenkomme für diese Verkaufsmethode, die nicht von jedem Softy mir nichts dir nichts kopiert werden könne.
In der Kategorie RICHTER-TROTZ-ALLEM gewann der Greis F.O. aus O. Obwohl ihm einige helvetische CC-Dressurrichter dicht auf den Fersen waren, konnte der sich trotz Brillenstärke 15 beidseits immer noch ohne Blindenhund bewegende rüstige Jubilar durchsetzen, da er die Namen auf der Startliste immer noch innert nützlicher Frist entziffern und damit auch eine Rangliste erstellen konnte.
Einen erwarteten Sieg trug das Leitungsteam des Stalls A. aus G. in der Kategorie EFFIZIENT SPAREN davon. Die Idee, nicht den Preis für das Einstellen der Pferde zu erhöhen, sondern ihnen einfach kein Kraftfutter zu geben, soll sogar von McKinsey-Leuten neidlos bewundert worden sein. Zum Spareffekt kommt der bekannte Umstand hinzu, dass die Leistungsbereitschaft Hungriger in der Regel grösser ist als diejenige vollgefressen Satter, was schon die alten Römer wussten: "Plenus venter non studet libenter!" Die AUNS will die Idee nun auf Asylantenheime übertragen.
Ein speziell auf die Folgen der Finanzkrise abzielender Preis belohnt Ideen, wie man ehrenamtliche Tätigkeiten im Dienste der Allgemeinheit am besten mit gewinnbringenden Aktivitäten kombiniert. Bei diesem sogenannten DOPPELMOPPEL-AWARD ist Kreativität ganz besonders gefragt, um die psychische Balance zu halten. Preisträger ist hier Rechtsanwalt L.A. aus Z., der neben der oft moralisch nicht ganz lupenreinen Tätigkeit als Sprachrohr zwielichtiger Gestalten als ehrenamtlicher Richter zum Wohle der Pferd- und Menschheit amtet und dort den Bannstrahl des Gerechten auf Sünder niedersausen lassen kann, die z.B. die Gewinnsummer ihres Rössleins nicht auf den Heller genau angegeben haben.
Schliesslich wurde ein spezieller Preis für kreativ-einfühlende Medienberichterstattung zugunsten geistig und humoristisch Benachteiligter verliehen. Die Jury würdigte die Anstrengungen, auch für Analphabeten und Nochniegelachthabende decodierbare Bildlis und international anerkannte Symbole wie





zu verwenden in der Kommunikation. Und ja, ich konnte es auch kaum glauben, tatsächlich wurde der Schreibende C.M. aus P. mit diesem Sonderpreis geehrt. Ich betrachte dies als Ermutigung, nicht zu erlahmen in meinen Bemühungen, mich auch den ganz ganz schwer beeinträchtigten Kommunikationsteilnehmern immer wieder liebevoll anzunehmen. Zu den grössten Befriedigungen in dieser Tätigkeit mit Behinderten zählt für mich - ähnlich wie für Jungmütter mit ihrem Baby - , wenn es gelingt, dem Vis-à-vis ein erstes (oder bei meiner Klientel eben auch ein letztes) Lächeln zu entlocken. Nur ist mein Job ungleich schwieriger, da ich es selten mit zuckrigen Babys, sondern meist mit griesgrämigen Finsterlingen zu tun habe bzw. mit deren weiblichen Pendants, den Finsterlinginnen, denen die Welt eine riesige Ansammlung von Feinden ist, die es mit allem zu bekämpfen gilt, was ihnen zu Gebote steht.
Dann, um es nun konsequent symbolisch zu kommunizieren für alle die lieben Mitrösseler, die kaum je mehr als eine Startliste entziffern, dann gilt beiderseits Friede-Freude-Osterkuchen oder eben
