30.10.11/cam. Was wie ein wundersamer Witz klingt, wird wahr - zumindest ist es mal angekündigt: Lesen Sie selbst in der Medienmittelung vom 29.10.11 von diesem historischen Wunder, diesem Weltwendepunkt im Wirken und Weben unseres allumfassenden Monopolverbandes. Er hat soviel eingenommen, dass er - fast ein wenig beschämt - den Gebühreneintreibhahn nun - höchstwahrscheinlich nur vorübergehend, aber immerhin - etwas zudrehen will, um nicht noch Anlageprobleme zu kriegen, denn - Hélas! - wer ist heute noch ein brauchbarer Gläubiger? Es wäre wohl grauslich vermessene Selbstüberschätzung zu glauben, wir hätten durch unsere jahrelang geäusserte Bewunderung für die Kreativität der beamtischen Gebührenerfinder etwas zu dieser freiwilligen Selbstkasteiung des Verbands-Molochs beigetragen...
Aber Spott beiseite: wenn es auch nur da und dort 20 Kröten sind, die der SVPS den Reitern und Veranstaltern weniger abzwacken will, so muss man doch die Tendenz belobigen. Die steil nach oben weisende Kurve des Einnahmebedarfs für immer neue Angestellte, die dann immer neue Gebühren erfinden mussten um ihren Job zu rechtfertigen und den eigenen Lohn reinzuholen, ist, wenn nicht gebrochen, so doch wenigstens etwas abgeflacht. Und da darf man auch mal "Juppijeee!" und "Hurra!" rufen und muss nicht gleich wieder mit dem nackten Finger auf all das zeigen, was noch im Argen liegt wie zum Beispiel... - Nein!, das erwähnen wir jetzt eben nicht. Jetzt wird die Klappe gehalten und vorbehaltlos die Weisheit der SVPS-Mitgliederversammlung beklatscht. Sogar über die Pferderegister-Gebühren will man sich befugten Orts Gedanken machen! Wo es sich doch bei der Eintragungsbestätigungsgebühr um mein Lieblingsbeispiel für beamtischen Einfallsreichtum handelt: für das Nichtstun, das gnädige Nichtrauswerfen, das edle Belassen im Register zahlt jedes Pferdchen zurzeit glaub rund 32 starke Fränklein. Darauf muss man erst mal kommen! Also auf diese geniale Einnahmequelle sollte nicht ohne Not verzichtet werden, da es ja den so schrecklich überlasteten Verbands-Engeln nicht die geringste Arbeit verursacht - ausser dem Versenden von Einzahlungsscheinen, aber das geht doch alles längst maschinell, oder nicht?