
(Alle Fotos von Danièle Vogg erhalten - aber wer machte diese?)
10.11.09/cam. Peter Attinger, OK-Präsident des internationalen CC Frauenfeld, liess sich dieses Jahr etwas besonders Originelles einfallen um all denen zu danken, die in irgendeiner Weise zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen hatten. Am Sonntag, 8.11.09 traf sich eine stattliche Schar CC-Fans zwischen 7 und 70 in der Curlinghalle Dübendorf. Als ehemaliger Weltklasse-Curler mit aktuell international erfolgreichen Söhnen im gleichen Sport lag es auf der Hand, die Rösseler für einmal aufs Eis zu locken. In buntem Wechsel von wärmender Verpflegung, kurzer Theorie, Aufwärmen und Schnellbleiche-Ausbildung auf dem Eis konnte schon bald richtig gespielt werden. Um die Frustgrenze bei den Anfängern tief zu halten, teilte er jedem Team einen Skip zu, der entweder über Attinger-Gene und damit Curling-Kompetenz verfügte oder sonst schon mal heimlich geübt hatte, den runden Granitstein mit dem genau richtigen Drall, dem genau richtigen Schub am genau richtigen Ort in die genau richtige Richtung abzugeben. Und zwischendurch gabs auch mal eine Demonstration der Profis. Alexander Attinger, der ältere Bruder von CC-Ass Patrizia, zeigte eine Serie verschiedenster Aktionen mit ganz unterschiedlichen Zielen, je nach Strategie und Taktik in einem Wettkampf. Die Präzision, mit der Top-Spieler die Steine platzieren, ist erstaunlich, ebenso die an Billard erinnernden Wegkick-Manöver, mit denen der gegnerische Stein aus dem Haus geschubst und der eigene im Haus platziert wird. Bei dieser Demo wurde auch klar, woher Curling seinen Namen hat: die Steine gelangen dank dem Drall in 'curly movements' ins Ziel, und nicht auf einer simplen Geraden wie Boccia- oder Billard-Kugeln.

Eva Bienz und Doris Weidmann in Aktion mit dem Besen, um den Stein doch noch bis ins Haus zu locken
Doch auch das Gesellschaftliche kam nicht zu kurz. In dieser ungezwungenen Atmosphäre ergaben sich gute Gespräche über Gott und die Welt, die schwierigen Bedingungen auf der schönen Frauenfelder Allmend, wo sich unzählige konkurrierende Interessengruppen, Vereine, Naturschützer und Naherholungssuchende balgen - und nach wie vor die gute alte Schweizer Armee das letzte Wort hat. Der Schreibende erfuhr auch, dass er dringend einen Nachhilfekurs im Blumentöpfe-Zählen besuchen müsse, damit er das nächste Mal keinen Chabis über den tollen Frauenfelder Blumenschmuck an den Crosshindernissen erzähle. Das nehme ich mir natürlich zu Herzen - der Taschenrechner ist bereits in der Turnierkiste...

Die Besen dienen auch mal als Stütze: Patrizia und Tamara erwarten den nächsten Stein
Auf jeden Fall herrschte heitere Stimmung - obwohl weit und breit kein Wiehern und kein Schnauben zu hören war. Der herzliche Dank geht an die Attingers und ihre Entourage - und wir hoffen, dass es auch im nächsten Jahr wieder etwas Interessantes zu hüpfen gibt auf der Allmend. Wie wär's denn mal mit einem grossen Curlingstein? Er könnte ja aus Holz nachgebildet sein?